klima-kultur-Programm
Die Bildungsangebote von klima-kultur behandeln verschiedene Aspekte zum Themenkomplex ‚Klima, Klimawandel und Klimaschutz‘. Sie werden alters- und zielgruppenspezifisch durchgeführt und sollen dazu beitragen, …
Die Angebote werden in Hannover im Normalfall von Klimaschutzleitstelle und Agenda21- und Nachhaltigkeitsbüro (www.hannover-nachhaltigkeit.de) der Landeshauptstadt Hannover gefördert, so dass den Schulen keine Kosten entstehen. In der Region Hannover können einige Angebote von der Klimaschutzagentur Region Hannover (www.klimaschutzagentur.de) oder von proKlima (www.proklima-hannover.de/foerderung/proklima) finanziell unterstützt werden. Dies muss im Einzelfall geklärt werden.
Wenn Sie ein passendes Angebot gefunden oder Fragen zu den Angeboten haben, dann nehmen Sie doch Kontakt zu mir auf.
01. Meine Suppe ess‘ ich … nicht!
Suppe oder Auflauf, Pizza oder Pommes: Die Geschmäcker sind verschieden. Aber alle Speisen haben gemein, dass die Zubereitung ein ‚Geschmäckle‘ haben kann: Für billiges Palmöl und Futterpflanzen wird Regenwald abgeholzt, für Transportwege wird viel Treibstoff benötigt, Kühe stoßen Methan aus und Maschinen in Produktionsstätten benötigen Strom.
In diesem Angebot geht es darum, wie klima-freundlich oder klima-schädlich unsere Ernährung ist. Die Zusammenhänge von Lebensmittelproduktion und Essgewohnheiten erschließen sich die Schüler*innen mit Hilfe von Bilderreihen zur Lebensmittelproduktion, die sie zu einem komplexen Zutaten-Netz zusammenlegen. Damit finden sie heraus, welche Aspekte unserer Ernährung zum Klimawandel beitragen können. Bei der ‚Fleisch-Effizienz-Methode‘ werden die Schüler*innen zum Tierfutter und erfahren, wie viel Energie bei der Fleischproduktion verloren geht. Am Ende formulieren die Schüler*innen für die ‚Klimahlzeit-App‘ Tipps für eine klimaschonende Ernährung.
Zielgruppe: Klasse 3-13
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: in der Schule
02. Ist das klimagerecht?!?
Klima und Gerechtigkeit – diese Wörter haben doch wohl nichts miteinander zu tun! Klima gehört in den Bereich der Natur, während sich Gerechtigkeit auf soziale Beziehungen zwischen Menschen bezieht. Da gibt es keine Verbindung! Oder doch?!? Immerhin ruft die FridaysForFuture-Bewegung zu ‚climate justice‘ auf. Und wenn sich das globale Klima wandelt, betrifft das doch alle Menschen gleichermaßen, oder etwa nicht?
In diesem Angebot nähern sich die Schüler*innen dem Themenkomplex der Klimagerechtigkeit. Mit Hilfe von Zeitungsartikeln finden sie heraus, wie der Klimawandel das Leben von Menschen in verschiedenen Regionen der Erde verändert. Ein Krisen-Experiment und kurze Filmsequenzen regen zu Diskussionen über Gerechtigkeitsempfinden, internationale Abkommen und (nicht-)nachhaltige Lebensstile an.
Zielgruppe: Klasse 7-13
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: in der Schule
03. Klima to go – Die Suche nach unserem ökologischen Fußabdruck
Durch unsere Lebensweise hinterlassen wir Klimaspuren. In welchen Lebensbereichen sind sie besonders groß? Was könnten wir tun, um kleinere Spuren zu hinterlassen? Müssen wir überhaupt etwas ändern? Vielleicht bestimmt ja doch nur die Sonne das Klima auf der Erde.
Dieses Angebot gibt einen Überblick zum Klima: Warum die Erde überhaupt bewohnbar ist; wie wir Menschen den Energiehaushalt der Erde verändern; welche Konsequenzen der daraus folgende Klimawandel hat; wie viel Platz wir bräuchten, um klimaneutral zu leben; welche Denkfehler Klimawandel-Leugner begehen.
Für konkrete Bereiche aus der Lebenswelt der Schüler*innen wird interaktiv gezeigt, wo wir besonders viel Umweltraum nutzen:
… Z.B. Ernährung: Die Schüler*innen schätzen, wie viele und welche Klimagase bei der Produktion verschiedener Lebensmittel entstehen, und erfahren dabei, was CO2-Äquivalente sind und ob für einen Liter Kuhmilch oder einen Liter Sojadrink mehr Regenwald abgeholzt wird.
… Z.B. Mobilität: Die Schüler*innen vergleichen Verkehrsmittel, indem sie schätzen, wie das Verhältnis von Reichweite zu CO2-Emission ist. Danach ‚reisen‘ sie mit Hilfe von Maßbändern unterschiedlich weit und erfahren, warum physikalische Gesetze das Fliegen so klimaschädlich machen.
Nachdem die Schüler*innen herausgefunden haben, wodurch sich unser ökologischer Fußabdruck ausweitet, überlegen sie, wie sie den ‚hand print‘ ihres persönlichen Engagements vergrößern können.
Zielgruppe: Klasse 7-13; nach Absprache ab Klasse 5 möglich
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: draußen (an Orten, die zu den Inhalten passen); Treffpunkt nach Absprache; alternativ in der Schule möglich
04. Best practice – mit gutem Beispiel voran
„Was kann ich denn schon tun?“ oder „Wenn ich alleine was mache, bringt das ja eh nichts.“ Das sind Aussagen, die immer wieder zu hören sind. Aber ist es wirklich so, dass wir im Kleinen nichts bewirken können? Nein. Denn es gibt bereits gute Beispiele.
Bei diesem Rundgang im öffentlichen Raum besuchen wir Orte und Geschäfte, die für nachhaltiges und klimaschonendes Konsumieren und Leben stehen. An jedem Ort erfahren die Teilnehmenden bei einer Mitmachaktion, worin der Zusammenhang zu Nachhaltigkeit besteht.
Es wird eine Auswahl getroffen aus den Bereichen: fleischfreie Ernährung, verpackungsfreies Einkaufen, urban gardening, organic cotton/Fairer Handel, Verlängerung der Nutzung von Gegenständen.
Zielgruppe: Klasse 5-13
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: Hannover-Linden, ggf. in einem anderen Stadtteil
05. Klasse(n)Fahrt
‚New York, Rio, Tokio‘, ‚Ich war noch niemals auf Hawaii‘, ‚Mit einem Taxi nach Paris‘ oder ‚Ich will zurück nach Westerland‘. Und wo wollt ihr hin? Und warum? Und wie?
Wenn Schüler*innen frei wählen könnten, würden sie die ganze Welt bereisen. Sie tauschen sich über Beweggründe, Reiseziele und Vor- und Nachteile der Verkehrsmittel aus. Schließlich bewerten sie beispielhafte Klassenfahrten, inwieweit diese ökologisch gerechtfertigt sind oder ob es sich um Luxus-Emissionen handelt.
Zielgruppe: Klasse 5-8
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: in der Schule
06. Klima-Experimente
„Ich werde später mal Forscher*in.“ – Warum nicht heute schon?
In dieser Experimente-Einheit finden die Schüler*innen mit Taschenlampen und anderen Geräten heraus, warum die Erde überhaupt bewohnbar ist, warum wir mit verbundenen Augen sehen können, ob die Fliese schwarz oder weiß ist, und warum es an Nord- und Südpol kälter ist als am Äquator. Und warum der aktuelle Klimawandel nicht von der Sonne, sondern von Treibhausgasen verursacht wird.
Zielgruppe: Klasse 3-6
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: in der Schule
07. Klasse Leistung!
Wie viel Energie hast du? Wie viel Kraft? Wie viel kannst du arbeiten? Findet heraus, was wir Menschen leisten und wie viel Energie wir und unsere Maschinen umwandeln.
Mit dem ‚anno energie-Spiel‘ entdecken die Schüler*innen, wie viel Energie wir nutzen, welche technischen Hilfsmittel Menschen erfunden haben und welche Vorteile uns diese Techniken bisher verschafft haben – und wieso die Strom- und Energienutzung zu einem globalen Problem geworden ist.
Zielgruppe: Klasse 3-6
Zeitbedarf: 2-3 Schulstunden
Ort: in der Schule